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Coaching -
Wie funktioniert das? Teil 1



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Coaching - Wie funktioniert das? Teil 1

Teil 1
Wie funktioniert Coaching?

Die Antwort zu dieser Frage setzt sich aus vielen Aspekten zusammen, da Coaching nicht auf eine Methode reduziert werden kann.
Für den Fall, daß Sie einen Coach suchen, finden Sie in diesem Artikel Hinweise darüber, was Sie erwarten können, was Sie leisten sollten und wie Sie einen guten Coach finden.

Wenn Sie selber coachen möchten, finden Sie hier ein Basiswissen, das Sie durch eigene praktische Erfahrungen verfeinern können.

Lesen Sie in diesem ersten Teil:

1. Coaching - Was ist es und was ist es nicht?
2. Grundhaltung im Coaching
3. In welchen Situationen kann Coaching helfen?
4. Die Qualifikation des Coachs?

Im 2. Teil finden Sie:

5. Was macht der Coach?
6. Was macht der Coachee (Klient)?
7. Welche Struktur hat das Coaching?
8. Was ist das Ergebnis des Coachings?

 
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1. Coaching - Was ist es und was ist es nicht?

Coaching ist eine Wegbegleitung. Der Mensch wird in seiner einzigartigen Individualität erkannt und gefördert. Im Coaching werden die Begabungen und Möglichkeiten des Klienten deutlich gemacht. So wird "das Beste" im Menschen geweckt, der Erfolgsweg erkannt und der Coach erinnert immer wieder an den "richtigen Pfad". Oft entsteht die Frage:

Was ist eigentlich der Unterschied zur Beratung, zum Training oder zur Therapie?

Was ist der Unterschied von Coaching und Beratung?

In der Beratung weiß der Berater das, was der Kunde nicht weiß. Der Kunde schildert sein Problem, der Berater präsentiert eine Lösung. Diese Lösung entspricht oft dem Verständnis und Weltbild des Beraters. So gibt es sehr viele gute Beratungskonzepte, die nie in die Tat umgesetzt werden, da sie letztendlich nicht auf den Kunden abgestimmt waren.

Der Coach geht davon aus, daß der Klient die für ihn beste Lösung selber weiß bzw. entwickeln kann. Der Coach hilft dem Klienten bei dieser Entwicklung. Die Lösung des Problems, die durch ein Coaching entsteht, entspricht voll und ganz dem Klienten und ist für diese nach seinem Selbstverständnis umsetzbar.

Der Coach geht davon aus, daß der Klient die beste Lösung bereits in sich trägt!

Was ist der Unterschied von Coaching und Training?

Ein Training dient dazu, eine Methode bzw. Fähigkeiten zu erlernen. Die Methode, die der Mensch lernen soll, steht im Vordergrund. Diese wird trainiert, bis sie vom Kunden beherrscht wird.

Beim Coaching steht der Mensch im Mittelpunkt. Hier wird entweder die Technik gefunden, die für den Klienten die beste ist oder eine individuelle Lösung entwickelt, die ihm entspricht.

Beim Coaching steht der Mensch im Mittelpunkt!

Was ist der Unterschied von Coaching und Therapie?

Die Psychotherapie arbeitet im Allgemeinen mit der Vergangenheit, der Ursachenforschung. Hier finden wir Erklärungen, warum wir uns in welcher Situation wie verhalten bzw. fühlen.

Coaching ist zukunftsorientiert. Im Coaching wird eine vergangene Situation beleuchtet, um die Lösung zu entwickeln. Wir fragen also in erster Linie nicht: WARUM fühle ich mich in der Situation schlecht? Sondern vielmehr: WAS kann ich tun, um mich zukünftig besser zu fühlen und meine Ziele zu erreichen. Das neue Verhalten muß trainiert werden, bis es verinnerlicht ist. Auch dabei hilft Coaching.

Coaching konzentriert sich auf die Zukunft!

Coach (engl.) = 1. Kutsche, 2. Lehrer, 3. Trainer

Ein Coach bringt uns auf den Weg (Kutsche), gibt notwendige Hinweise (Lehrer) und spornt uns an, unser Bestes zu geben (Trainer).

Kurz:

Coaching unterstützt auf dem Weg zu persönlichem Erfolg!

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2. Grundhaltung im Coaching

Für ein erfolgreiches Coaching ist die Grundhaltung - die Lebensanschauung - des Coachs von großer Bedeutung. Der Coach muß sich seines ethischen Verständnisses bewußt sein, da dies maßgeblich die Qualität der Gespräche bestimmt. Das Menschenbild des Coachs ist das Fundament auf dem sich das Coaching entwickelt.

Alle Menschen sind gleichwertig und gleichtberechtigt.
und:
Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Der Coach muß den Klienten in seiner Individualität achten und würdigen. Auch muß er sich der Würde seiner eigenen Person bewußt sein (Selbstachtung). Dem Menschen in Achtung und Würde zu begegnen bedeutet:

ihn anzunehmen, wie er ist - mit seinen Schwächen und Stärken.
ihm mit Achtsamkeit zu begegnen.
seine Bedürfnisse und Grenzen beachten.

Nur ein Coach mit Selbstachtung kann auch seine Klienten beachten.

Jeder Mensch hat aufgrund seiner individuellen Fähigkeiten seine ganz besondere Aufgabe.

Ein Coach muß wissen, daß jeder Mensch mit konstruktiven Anlagen zur Welt kommt, die ihn befähigen zu wachsen und sich als Person zu verwirklichen. In Art und Wesen des Menschen findet sich seine Aufgabe und damit sein Potential, seine Chancen.

In der Praxis bedeutet das: Der Coach weiß um die Entwicklungsmöglichkeiten jedes Menschen, insbesondere um die des Klienten. Das ist besonders wichtig, wenn der Klient aufgrund einer persönlichen Krise seinen Weg nicht mehr sieht. Hier bleibt der Coach eindeutig.

Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.
und
Jeder Mensch kann über sich selbst entscheiden.

Der Coach darf dem Klienten keine Entscheidungen "abnehmen" oder ihn aus der Verantwortung für sein Handeln entlassen.

Es gibt Menschen, die sich einen Coach als eine Art "Guru" suchen. Dieser Guru soll ihm dann sagen, was richtig oder falsch, gut oder schlecht ist; was er tun soll; wie er sich verhalten soll. Dieses Guru-Schüler-Verhältnis darf nicht zugelassen werden, da sich er Mensch - aus der Verantwortung entlassen - in die Abhängigkeit zu einer Person begibt.

Dieser Grundsatz betont auch die Tatsache, daß der Mensch niemand anderem für sein Denken, Handeln und Fühlen die "Schuld" zuweisen kann. Was sich hier einfach anhört, findet in unserer Gesellschaft kaum Umsetzung. Es schein völlig "normal" zu sein, für alles einen "Sündenbock" zu finden. Hier hat der Coach die Aufgabe, immer wieder auf die Selbstverantwortung des Einzelnen hinzuweisen.

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3. In welcher Situation kann Coaching helfen?

Coaching kann grundsätzlich in allen Fragen des beruflichen und persönlichen Lebens helfen. Im Coaching geht es darum, Befähigungen zu entwickeln. Die Persönlichkeit wächst durch eine bewußtere Haltung und das praktische Umsetzen.

Zum Beispiel geht es nicht darum, einen bestimmten Führungsstil zu erlernen, sondern eine Führungspersönlichkeit zu sein!

Beispiele aus dem Coaching-Alltag:

Ein Abteilungsleiter will sein Team zu größerer Leistungsbereitschaft führen. Er stellt seinen Führungsstil in Frage.

Eine Mutter möchte berufstätig sein und weiß nicht, wie sie Job und Familie vereinbaren kann.
Ein Sachbearbeiter wird von seinen Kollegen mißachtet. Mobbing?

Ein Unternehmensberater steckt "mitten in der Karriere" und befürchtet, seine Familie zu verlieren.

Eine Ingenieurin kann sich trotz fachlicher Qualifikation bei ihren überwiegend männlichen Kollegen nicht behaupten.

Die Angestellte hat eine Geschäftsidee, aber Angst vor der Selbständigkeit. Bin ich eine Unternehmerin?
Mein Partner betrügt mich. Ist das das Ende der Beziehung?

Der Projektleiter kann sich in Besprechungen und Meetings nicht durchsetzen. Karrierebremse.
u.s.w....

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4. Die Qualifikation des Coachs

Da jeder Mensch Stärken und Schwächen hat, kann auch Ihr Coach keine "EierlegendeWollMilchSau" sein. Dennoch sollte Ihr Coach fachliche und menschliche Voraussetzungen mitbringen.

Persönliche Qualifikation

Die Persönlichkeit des Coachs, seine "menschliche Qualifikation" (siehe Grundhaltung) sowie die Sympathie zwischen Coach und Klient sind entscheidend für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Verlassen Sie sich hier auf Ihre Intuition. Spricht der Coach Ihre Sprache? Fühlen Sie sich angesprochen? Versteht er, wovon Sie reden?

Fachliche Qualifikation

Die fachliche Qualifikation ist eher zweitrangig, da die Problematik des Klienten meistens nicht im fachlichen Knowhow zu finden ist. Der SAP-Vertriebsmann kennt den Markt, der Abteilungsleiter kennt die Betriebsabläufe, die Personalsachbearbeiterin weiß um die gesetzlichen Regelungen.

Dennoch muß der Coach betriebs- und marktwirtschaftliche sowie unternehmerische Kenntnisse haben. Er sollte aus eigener Erfahrung wissen, wie ein Unternehmen funktioniert, welche Kommunikationswege für den Betriebsablauf notwendig sind und wie die Branche des Klienten "tickt". Fragen Sie einfach nach seinen beruflichen Erfahrungen.

Im 2. Teil finden Sie:

5. Was macht der Coach?
6. Was macht der Coachee (Klient)?
7. Welche Struktur hat das Coaching?
8. Was ist das Ergebnis des Coachings?

... weiter zu Teil 2
   
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