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Das Vorstellungsgespräch: Ihre Präsentation!


 

 

Das Vorstellungsgespräch: Ihre Präsentation!

[Lesen Sie hierzu auch den Artikel: Bewerbungsmappe - Worauf ist zu achten?]


Was macht eine gute Präsentation aus?

Schauen Sie sich einmal die Werbung eines Verkäufers an. Wann sind Sie von einem Produkt überzeugt?

Ein guter Verkäufer kennt die Vorteile seines Produktes.

Ein guter Verkäufer kennt die Nachteile seines Produktes. Er steht zu diesen Nachteilen und kann sie souverän argumentieren.

Ein guter Verkäufer kennt seine Zielgruppe und findet sie sympathisch.

Nun sind Sie selbst das "Produkt" mit dem Sie überzeugen wollen. Stellen Sie sich also folgende Fragen:

Kennen Sie Ihre beruflichen und persönlichen Stärken?

Sind Sie sich Ihrer "Schwächen" bewusst? Sind Sie in Übereinstimmung mit diesen Seiten Ihrer Persönlichkeit?

Wissen Sie, in welchem Umfeld Sie mit Ihren Fähigkeiten gebraucht werden, so dass Sie effektiv arbeiten können?

Lesen Sie in diesem Artikel über

1. Unbewusste Fehler im Vorstellungsgespräch
2. Der Ablauf eines Vorstellungsgespräches
3. Die optimale Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch
4. Fragen des Personalentscheiders
5. Ihre Fragen
6. Persönliche Wirkung

1. Unbewusste Fehler im Vorstellungsgespräch

Viele fachlich sehr guten Bewerber sind sich ihrer "Fehler" im Vorstellungsgespräch nicht bewusst. Was sind das für "Fehler"? Beispiele:

Der Bewerber ist nicht in Übereinstimmung mit seinem Werdegang. Er äussert dies "unbewusst", indem er z.B. Zeiten beruflicher Umwege rechtfertigt. Eigenes unbewusstes Verhalten können Sie durch professionelles Feedback aufdecken.

Der Bewerber "spielt" eine Rolle. Ein eher wenig selbstbewusster Mensch neigt dazu, seinen vermeintlichen Mangel durch ein aufgesetztes Verhalten zu kompensieren. Der psychologisch geschulte Personalentscheider erkennt diese Diskrepanz.

Die Motivation des Bewerbers stimmt nicht. In erster Linie möchte er seine jetzige Position verlassen. Das führt zu einer Haltung: "Ich will diesen Job!", ohne genau über die Position informiert zu sein. Besser ist die Haltung: "Ich biete Ihnen meine Arbeitskraft an. Was bieten Sie mir?" Verwechseln Sie bitte diese Haltung nicht mit arrogantem, selbstgefälligem Auftreten. Auch hier kann professioneller Rat der Schlüssel zum Erfolg sein.

Diese oder ähnliche Beispiele sind in über 80% aller Vorstellungsgespräche zu finden. Die Verhaltensweisen sind unbewusst und betreffen die grundsätzlichen Themen des Menschen. Sie können Inhalt eines Coachings sein und gehen über die Möglichkeiten eines Artikels hinaus.

Dennoch gibt es generelle "Spielregeln", die Sie bei einem Vorstellungsgespräch beachten können. Nachfolgend finden Sie hierzu wichtige Hinweise.

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2. Der Ablauf eines Vorstellungsgespräches

Da in einem Vorstellungsgespräch immer unterschiedliche Menschen zusammenkommen, gibt es kein Patentrezept für den Gesprächsablauf. Jeder Personalentscheider hat eine eigene Vorgehensweise, die gesprägt ist durch seine eigene Persönlichkeit und die bestehende Unternehmenskultur.

Dennoch finden sich in den meisten Gesprächen folgende Phasen:

Begrüßung
Vorstellung des Unternehmens
Vorstellung des Bewerbers
Fragen zum Lebenslauf und zur Motivation des Bewerbers
Fragen des Bewerbers zur Position bzw. zum Unternehmen
Konditionen und Rahmenbedingungen
Bekunden des Interesses / Der nächste Schritt
Verabschiedung

Als Bewerber sollten Sie nicht versuchen, den Gesprächsablauf zu dominieren. Denken Sie daran: Sie sind der Gast, der die Gepflogenheiten des Gastgebers beachten sollte.

Der zeitliche Rahmen ist ebenfalls unterschiedlich. Je nach Position und Unternehmen kann ein Gespräch zwischen 30 und 90 Minuten dauern. Manche Personalentscheider nehmen sich bereits im ersten Termin viel Zeit, andere bevorzugen für das erste Kennenlernen ein Kurzinterview.

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3. Die optimale Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch

Was wollen Sie eigentlich?
Es ist günstig, wenn Sie sich vor dem Gesprächstermin bewusst machen, warum Sie sich bei diesem Unternehmen beworben haben. Schauen Sie sich dazu noch einmal die Stellenausschreibung und Ihre Bewerbungsunterlagen an. Was hat Sie angesprochen?

Auch sollten Sie eine klare Aussage zu Ihrem Gehaltswunsch machen können.
Wie sind Ihre jetzigen Konditionen? (Monatsgehalt, Jahresgehalt, Provisionen, PKW)
Welches Einkommen streben Sie an und wie argumentieren Sie Ihre Vorstellungen?

Was wissen Sie über das Unternehmen?
Durch
Prospektmaterial,
Presseberichte,
Internet und
Fachzeitschriften der betreffenden Branche

können Sie einen Eindruck über die Firmenphilosophie, den Marktauftritt, u.ä. gewinnen. Die Fragen, die sich für Sie aus den Vorinformationen ergeben, können Sie im Vorstellungsgespräch klären. Denken Sie darüber nach, inwieweit dieses Unternehmen den Nährboden für den optimalen Einsatz Ihrer Fähigkeiten bietet.

Was haben Sie zu bieten?
Der Mensch hat viele Eigenschaften und Fähigkeiten. Was genau ist für das Unternehmen interessant?
Welche Ihrer beruflichen Erfahrungen sind besonders wertvoll für die ausgeschriebene Position?
Welche Ihrer menschlichen Fähigkeiten sind für die Aufgabe von Vorteil?

Um bei dem eingangs erwähnten Beispiel zu bleiben: Eine Produktpräsentation stimmen wir auf die Bedürfnisse unserer Zielgruppe ab. Machen Sie sich bewusst, welche Ihrer Fähigkeiten für "Ihre Zielgruppe" möglicherweise besonders interessant sind.

Anreise
Planen Sie die Anreise so, dass Sie pünktlich und entspannt zu dem vereinbarten Termin erscheinen.
Evtl. müssen Sie bereits einen Tag vorher anreisen und vor Ort übernachten. Das bietet sich besonders für frühe Termine in weiter Entfernung an.

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4. Fragen des Personalentscheiders

Einige Fragen werden so oder ähnlich in Vorstellungsgesprächen gestellt:

Was interessiert Sie an unserem Unternehmen?
Was wissen Sie bereits über unser Unternehmen?
Warum sind Sie an der ausgeschriebenen Position interessiert?
Was sind für Sie die Erfolgsfaktoren der Position?

Hierdurch wird Ihr aktives Interesse an der Position sowie Ihr generelles proaktives Verhalten erfragt.

Warum möchten Sie Ihren derzeitigen Arbeitgeber verlassen?
Beschreiben Sie Ihr Verhältnis zu Ihrem jetzigen Vorgesetzten.
Was streben Sie langfristig beruflich an?
Wie beschreiben Sie Ihren Führungsstil?
Was verstehen Sie unter Teamarbeit / Kooperation?

Durch diese Fragen bekommt Ihr Gesprächspartner einen Eindruck über Ihr internes Verhalten.

Was bezeichnen Sie als Ihre Stärken?
Was war Ihr größter Erfolg?
Und was bezeichnen Sie als Ihre Schwächen?

Was würden Sie an Ihrem Lebenslauf verändern, wenn Sie die Möglichkeit dazu hätten?

Hierdurch lernt Ihr Gegenüber mehr über Ihre menschlichen Besonderheiten und Ihren Bewußtseinsstand.

Es gibt Personalentscheider, die einen provozierenden Gesprächsstil bevorzugen und sog. Stressinterviews führen. In diesem Fall gilt es zu entscheiden, ob Sie in einer solchen Unternehmenskultur arbeiten möchten. Wenn ja, sollten Sie möglichst sachlich und gelassen auf provozierende Fragen reagieren können. Konzentrieren Sie sich dann ausschließlich auf die Sachebene.

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5. Ihre Fragen

Viele Bewerber denken, sie müßten unbedingt Fragen stellen. Wenn Sie zum Ende des Gesprächs keine Fragen haben, bedanken Sie sich für die ausführlichen Informationen und merken Sie an, daß Sie evtl. noch auftretende Fragen gerne später klären möchten.

Grundsätzlich können Fragen entstehen zu

der Unternehmensorganisation

Ihrer Position, Ihren Vollmachten bzw. Befugnissen, den internen Berichtswegen

den Anforderungen, Zielvereinbarungen und Bewertungssystemen

Ihrem Vorgänger und dem Grund seines Wechsels

Im weiterführenden Gespräch können Sie sich den Arbeitsplatz zeigen lassen und die zukünftigen Kollegen kurz begrüßen.

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6. Ihre persönliche Wirkung

Die persönliche Wirkung wird durch den ersten Eindruck bestimmt. Dazu gehört

Ihr Begrüßungsverhalten

Tipp: Begrüßen Sie Ihren Gesprächspartner und alle anwesenden Personen mit Handschlag und nennen / merken Sie sich die Namen.

Ihre äußere Erscheinung

Seien Sie entspannt und ausgeruht. Auch in Ihrer Kleidung sollten Sie sich wohl und ungezwungen fühlen. Es ist jedoch günstig, wenn Ihre Kleidung zu Ihrem zukünftigen Arbeitsumfeld passt. Für die Bewerbung um den "Bankposten" empfiehlt es sich nach wie vor, Anzug und Krawatte bzw. das Business-Dress zu tragen. Zu einer kreativen Position in einer Werbeagentur paßt eher das modische Outfit. Beachten Sie einfach die branchenüblichen Gepflogenheiten.

Wodurch wirkt ein Bewerber überzeugend?
Ein Mensch wirkt immer dann überzeugend, wenn seine Worte mit seinem körpersprachlichen Verhalten, seinen Gesten übereinstimmen. Seien Sie einfach Sie selbst! Keine Rolle spielen, keine einstudierten Antworten.

Wenn Sie sich Ihrer persönlichen Wirkung unsicher sind, besprechen Sie sich mit Ihrem Coach, der Ihnen ein offenes Feedback geben kann.

Und zum Abschluss noch ein praktischer Tipp: Nehmen Sie auf jeden Fall ein angebotenes Getränk an, auch wenn Sie im Moment nicht durstig sind. Ein längeres Gespräch und die evtl. Nervosität können einen trockenen Mund machen. Das wirkt hemmend. Scheuen Sie sich nicht, auch während des Gesprächs um ein Glas Wasser zu bitten. Sie müssen sich wohl fühlen, um überzeugend zu sein.

Wenn Sie sich noch besser vorbereiten möchten, unterstütze ich Sie gerne durch ein intensives persönliches Bewerbungs-Coaching. Rufen Sie mich einfach kurz an.

Ihre Heike Kretz

PS: Ich nutze die männlichen Anrede neutral und bezeichne hiermit Personen beider Geschlechter. Ich bitte die Frauen um Verständnis dafür, daß ich zu Gunsten der Lesefreundlichkeit auf die zusätzliche Erwähnung der weiblichen Form verzichtet habe.

   
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